# Tagesfahrten entwickeln **Autor*in:** Conny **Datum:** 2026-06-24 **Anzahl Antworten:** 20 - [Ideen und Themenauswahl](#ideen-und-themenauswahl) - [Den zweiten Programmpunkt entwickeln](#den-zweiten-programmpunkt-entwickeln) - [Quellen und Hilfsmittel fuer die Recherche](#quellen-und-hilfsmittel-fuer-die-recherche) - [Zugaenglichkeit und typische Risiken frueh pruefen](#zugaenglichkeit-und-typische-risiken-frueh-pruefen) - [Programmablauf und Zeitlogik](#programmablauf-und-zeitlogik) - [Grenzen bei Strecke und Zielorten](#grenzen-bei-strecke-und-zielorten) - [Was bei Tagesfahrten gut funktioniert](#was-bei-tagesfahrten-gut-funktioniert) - [Im Interview nicht abgedeckt](#im-interview-nicht-abgedeckt) ## Ideen und Themenauswahl Conny startet die Entwicklung von Tagesfahrten mit der Ideensammlung. Ausgangspunkt sind vor allem große Kunstausstellungen in großen Museen im Radius von etwa 200 km um Bonn und Köln. Ob aus einer Ausstellung tatsächlich eine Tagesfahrt wird, hängt vor allem von der Relevanz des Themas oder des Künstlers ab. Die Entscheidung trifft Conny meist in Rücksprache mit Kolleg*innen, weil im Team unterschiedliche kunsthistorische Schwerpunkte vorhanden sind. Ein besonders wichtiger Teil der Arbeit ist die Auswahl des Themas und die Kombination mit einem weiteren Programmpunkt. Dabei helfen vor allem Connys eigene Expertise und die Rücksprache mit Kolleg*innen. ## Den zweiten Programmpunkt entwickeln Wenn das Thema feststeht, sucht Conny einen relevanten, fachlich passenden oder spannenden zweiten Programmpunkt in der Region. Dabei geht sie auf zwei Arten vor: - Oft weiß sie bereits, was in der Nähe liegt. - Teilweise fragt sie Kolleg*innen. - Teilweise recherchiert sie gezielt. Der zweite Programmpunkt muss mehrere Bedingungen erfüllen: - Er muss im passenden Zeitraum liegen. - Er muss geöffnet sein. - Es muss eine gute Führung geben. - Er muss für Gruppen möglich sein. - Er soll eine Erreichbarkeit haben, die für Einzelreisende nicht so einfach ist. - Er soll ein Hidden Gem sein. ## Quellen und Hilfsmittel fuer die Recherche Für die Recherche nutzt Conny vor allem diese Quellen: - Art in Words - Art Magazin - Tourismusseiten aus NRW - Tourismusseiten aus Rheinland-Pfalz - das Betriebssystem TOUR In TOUR prüft sie anhand der Orte, was an diesem Ort zusätzlich liegt. ## Zugaenglichkeit und typische Risiken frueh pruefen Ein häufiger Risikobereich sind Fahrstrecken, die man nicht kennt. Sie können sich als langwieriger erweisen, als Google Maps zeigt, oder für Busse nicht zulässig sein. Auch der Busparkplatz kann weit entfernt liegen. Dann wird die Zeit für den Fußweg mit den Kund*innen leicht unterschätzt. Solche Punkte klärt Conny möglichst schon bei der Buchung ab. Ansprechpartner ist die Stelle, bei der sie auch konkret eine Führung oder einen Event anfragt. Dort sollte die Zugänglichkeit bekannt sein. ## Programmablauf und Zeitlogik Sobald Thema und Programmpunkte stehen, schreibt Conny einen Programmablauf. Dieser ist notwendig, weil Führungen, Zugänge und ähnliche Punkte meist mit konkreter Uhrzeit angefragt werden müssen. Auch für die Anfrage beim Busunternehmen braucht sie einen Ablauf, um zu prüfen, ob die Fahrzeit von 14 Stunden nicht überschritten wird. Für die Planung nutzt Conny feste Zeitannahmen und Bausteine: - 1 Stunde vor dem Stopp mit den Kund*innen einplanen - 1/2 Stunde nach dem Stopp mit den Kund*innen einplanen - Fahrtzeit mit 70 km pro Stunde rechnen - nach Ankunft 30 Minuten bis zur ersten Führung einplanen - erste Führung gern 90 Minuten - Mittagspause 90 Minuten - Transfer - zweiter Programmpunkt - dort Führung 60 Minuten oder 90 Minuten Aufenthalt - anschließend Rückfahrt ## Grenzen bei Strecke und Zielorten Für Tagesfahrten gelten klare Grenzen: - maximale Reisezeit: 14 Stunden - davon sind die Kund*innen 12,5 Stunden unterwegs - längste Sitzzeit im Bus: 3 Stunden Mehr als 3 Stunden Sitzzeit ist aus Connys Sicht wirklich zu viel. Daraus ergibt sich auch der Radius von etwa 200 km. Knapp über dieser Grenze kann ein Ziel trotzdem funktionieren, wenn es sich um eine wirkliche Blockbuster-Ausstellung handelt. Problematisch sind dabei aber bestimmte Großstädte, weil die Busfahrt innerhalb der Stadt viel Zeit frisst. Conny nennt ausdrücklich Orte, die deshalb nicht im Tagesfahrtenprogramm sind: - Brüssel - Antwerpen ## Was bei Tagesfahrten gut funktioniert Tagesfahrten sind teuer. Persönliche Herzensprojekte bekommen meist nur wenig Feedback. Am besten verkaufen sich große kunsthistorische Themen und die großen Häuser. Kleine, spannende und wenig bekannte Ziele setzt Conny deshalb eher als zweiten Programmpunkt in Kombination mit den großen Themen ein. Diese Programmpunkte überraschen die Kund*innen oft und werden meistens als besonders spannend erlebt, auch wenn sie allein kein Buchungsgrund gewesen wären. ## Im Interview nicht abgedeckt - wie die finale Freigabe einer Tagesfahrt erfolgt - wie Preise kalkuliert werden - wie Buchung und operative Umsetzung nach der Entwicklung weiterlaufen - welche Dokumente oder Vorlagen für den Programmablauf verwendet werden